Dekanin Philipps wurde offiziell ins Amt eingeführt

Gemeinsam mit der Landesbischöfin begrüßt der Ev. Kirchenbezirk Markgräflerland seine neue Dekanin

Schopfheim: Am Sonntag, den 16. November 2025, wurde Dekanin Esther Philipps im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Ev. Stadtkirche Schopfheim von Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart offiziell in ihr neues Amt eingeführt.

Vor der Segnung hört die Gemeinde auf Worte aus der Bibel – gelesen von Angelika Walliser und Ruth Nakatenus (v.l.n.r.) Dekanin Esther Philipps, Prof. Dr. Heike Springhart, Angelika Walliser und Pfarrerin Ruth Nakatenus, ehemalige Kollegin aus Pforzheim

Dekanin Esther Philipps übernahm die Liturgie und Predigt ihres Einführungsgottesdienstes. Unterstützt wurde sie dabei durch die Vorsitzende der Bezirkssynode, Angelika Walliser, und Pfarrerin Ruth Nakatenus, einer ehemaligen Pforzheimer Kollegin. Ein Spontanchor mit Sängerinnen und Sängern aus dem Kirchenbezirk unter der Leitung der Kantoren Christoph Bogon, Rainer Marbach und Thomas Kaufmann und Bläser aus dem Bläserbezirk Markgräflerland-Hochrhein unter der Leitung von Petra Brinkmann gestalteten den Festgottesdienst mit festlicher Musik.
 
In ihrer Einführungsansprache erinnerte Landesbischöfin Springhart an das besondere Datum des Festtages im Berufsleben von Dekanin Philipps: „Genau heute vor 22 Jahren wurdest du ordiniert, liebe Esther.“ Es folgte die Lesung der Ernennungsurkunde. Schon bei den ersten Worten ertönte der Applaus der begeisterten Gemeinde. „Eine Dekanin hat es gut in einem so frenetischen Kirchenbezirk wie dem des Markgräflerlandes“, freute sich die Landesbischöfin. In ihrer Rede machte sie auf die Verantwortung der neuen Dekanin aber auch aller Christinnen und Christen aufmerksam: „Was wir an Menschen tun, handeln wir an Jesus Christus. Letztendlich müssen wir einzig und allein vor dem Richterstuhl Christi bestehen. Amen!“
 
Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart begrüßt die Gäste des Festgottesdienstes. Direkt vor ihr sitzt die neue Dekanin Esther Philipps, welche mit Vorfreude ihre Einführung durch die Landesbischöfin erwartet.

Nach ihrem „Ja“ zu ihrem neuen Amt versprachen auch die Bezirkskirchenräte und anwesenden Mitarbeitenden, mit ihrer neuen Dekanin vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.
Landesbischöfin Springhart, Pfarrerin Ruth Nakatenus und Angelika Walliser segneten Esther Philipps. Wunderschönes, ergreifendes Klavierspiel und Chorgesang folgte. Die Pforzheimer Pfarrerin Ruth Nakatenus erinnerte Dekanin Philipps in ihrem Segen daran, dass sie nie vergessen sollte, dass ihre Stärke ihre Liebe zu Gott und ihr Glaube an Gott sei.
 
Nach ihrer Segnung begann Dekanin Philipps ihre Predigt mit den Worten: „Vermutlich ist es die Besonnenheit, die den Bibelvers meiner Einführung „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7) besonders macht.“ Denn viele Menschen wählten ihn aus, für sich selbst oder für ihre Kinder. Aber Warum? „Besonnenheit bringt Ruhe in die strotzende Kraft und die fröhliche Liebe“, so Philipps. Und erklärt: „Die Geistgaben Kraft – Liebe – Besonnenheit gehen immer in Beziehung. Das ist eine uralte Bewegung des christlichen Glaubens: hin zu den Menschen. So wie Jesus es getan hat. Und wieder spielt die Besonnenheit eine wichtige Rolle, sie ist die Vernunftstimme. Lasst uns nachdenken, sagt sie. Zusammen. Lasst es uns prüfen. Regt euch nicht gleich auf, und schon gar nicht aus Prinzip… Die Kraft krempelt die Ärmel hoch. Die Liebe macht die Fronten weich – macht herzenswarm und unerschrocken Türen auf.“
Denn selbst wenn Furcht in die Gesellschaft sickerte, seien es die drei Geistesgaben, die es uns ermöglichen, wirksam zu handeln. Liebe öffne Türen, Besonnenheit helfe bei der gemeinsamen Suche nach Lösungen und durch die Geisteskraft können wir zuversichtlich unseren Auftrag ausführen. „Trau Dich - mit Kraft, Liebe und Besonnenheit,“ rief Dekanin Philipps also die Gemeinde zum Ende ihrer Predigt und Beginn des gemeinsamen Weges auf.
 
Die soeben gesegnete und entsandte Dekanin Esther Philipps predigt für Gottesdienstbesuchende und Festtagsgäste. Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart sitzt vor ihr.

Nach den Fürbitten, die die Dekaninstellvertretenden Pfarrerin Ulrike Krumm, Pfarrer Markus Schulz und Pfarrer Clemens Ickelheimer sprachen, ertönte zum krönenden Abschluss des Gottesdienstes der euphorische Gospelsong „Joy. God’s great Joy!“ gespielt und gesungen vom Lörracher Kantor Thomas Kaufmann mit dem Projektchor. Die Gemeinde stimmte mit begeistertem Klatschen ein.
 
Der Lörracher Kantor Thomas Kaufmann musiziert den Gospel-Song “Joy, God’s great joy“ zusammen mit dem Spontanchor aus Sängerinnen und Sängern des Kirchenbezirks Markgräflerland zum festlichen Abschluss des Einführungsgottesdienstes.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Empfang im anliegenden Gemeindehaus statt. Dort empfing die neue Dekanin die Glückwünsche und Grußworte ihrer Gäste.
 
Festtagsgäste reihen sich im ev. Gemeindehaus Schopfheim auf, um Dekanin Esther Philipps nach ihrer Einführung durch die Landesbischöfin Heike Springhart zu beglückwünschen. Hier grüßt das Leitungsteam der ab Januar 2026 entstehenden kath. Kirchengemeinde Wiesental-Dreiländereck mit dem kath. Amtskollegen, Pfarrer und Leiter Joachim Giesler, dem Stellv. Pfarrer Gerd Möller und dem Leitenden Referenten, Matthias Wößner, die neue Dekanin Esther Philipps. (v.l.n.r.)

Landrätin Marion Dammann sprach das erste Grußwort und erklärte, dass der von Dekanin Philipps ausgewählte Leitvers auch für sie von großer Bedeutung sei, denn auch sie vertraue den Geistesgaben Kraft, Liebe und Besonnenheit bei der Bewältigung ihrer täglichen Herausforderungen. Für die Zusammenarbeit freue sie sich, wenn es ihnen gemeinsam gelingen würde, für die demokratischen, gesellschaftlichen Werte von Frieden und Freiheit einzustehen.
 
Auch der kath. Amtskollege Joachim Giesler, Leiter und Pfarrer der ab Januar 2026 entstehenden Kath. Kirchengemeinde Wiesental-Dreiländereck, sprach ein Grußwort und überbrachte zusammen mit Dekan Gerd Möller, dem baldigem Stellv. Pfarrer und dem Leitendem Referenten, Matthias Wößner, seine besten Wünsche für eine gelingende ökumenische Zusammenarbeit und übergab seine Geschenke, u.a. ein Buch über Max Josef Metzger, einem kath. Priester und Verfechter der Ökumene aus Schopfheim. Die Dekane der Südprälatur und die Pforzheimer Dekanin Christiane Quincke, ehemalige Chefin von Dekanin Philipps, beglückwünschten auch ihre neue Amtskollegin mit individuellen Grußworten und Geschenken. Matthias Rive, Kirchengemeinderatsvorsitzender in Schopfheim, Dr. Christian Mack, Pfarrer im Auftrag der Reformierten Landeskirche Baselland und Jens-Daniel Mauer, Pfarrer und Leiter der bezirksweiten Segensstelle SCHLÜSSEL.moment sprachen im Anschluss ihre Grußworte zum Festtag von Dekanin Philipps.
 
Die Bezirksjugend, vertreten durch die beiden Mitarbeiterinnen der Villa Jugendkirche, Sarah Puchtler und Luisa Schwald, ließen es sich auch nicht nehmen, der neuen Dekanin ihre Wünsche auf den Weg zu geben: „Wir sollen die Zukunft tragen, aber leider wird uns oft nicht zugehört. Wir wünschen uns die Kirche als einen Ort, an dem wir wir sein können. Wir wünschen uns, dass unser Glaube den Hass und die Ungerechtigkeit dieser Welt überwindet. Wir hoffen auf frische Impulse und darauf, dass unsere Stimmen gehört werden. Liebe Frau Dekanin Philipps, wir freuen uns auf einen gemeinsamen Weg mit Ihnen!“ Bezirksjugendreferent Jörg Mauch ergänzte: “Kirche und Jugend sind bunt. Die Jugend braucht Signale aus Gesellschaft und Kirche, dass sie gebraucht wird und wir ihr etwas zutrauen und sie nicht nur funktionieren muss. Wir müssen sagen „kommt zu uns, wir wollen von euch hören und lernen.“ Er übergab Dekanin Philipps als Zeichen der vielseitigen und internationalen Ausrichtung der Bezirksjugend Markgräflerland ein Kartenspiel vom Partnerbezirk Canterbury.
 
Bezirksjugendreferent Jörg Mauch beglückwünscht Dekanin Esther Philipps nach seiner Grußrede und die der beiden Mitarbeiterinnen aus der Villa Jugendkirche, Sarah Puchtler und Luisa Schwald (links im Bild), und übergibt als Zeichen der internationalen Ausrichtung der Bezirksjugend „Playcards aus Canterbury“ an die frisch entsandte Dekanin.

Die Einführungsfeier, welche so viele Gäste anzog, dass die große Ev. Stadtkirche Schopfheim gut gefüllt war, klang beim gemeinsamen Austausch der Festtagsgäste aus. Prädikantin Ulrike Mack-Vogel erzählte: „Die Predigt hat mich im Inneren sehr berührt.“ Dies konnten die Mitfeiernden bestätigen.
 
Dekanin Philipps möchte sich, geleitet durch den Heiligen Geist, mit Kraft, Liebe und Besonnenheit zusammen mit Ihnen auf den Weg in die spannende Zukunft des Kirchenbezirks machen! Kommen Sie mit!