Beauftragung von 12 badischen Diakoninnen und Diakonen in Lörrach
Segen auch für eine Diakonin und einen Diakon aus dem Kirchenbezirk
Lörrach: Am Sonntag, den 01. Februar 2026 wurden 12 neue Diakoninnen und Diakone von Prälat Dr. Marc Witzenbacher und Diakon Joost Wejwer, Beauftragter der Landeskirche für Diakoninnen und Diakone, im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes in der Kirche im Quadrat mit ihren zukünftigen Aufgaben im Gemeinde- und Bezirksdienst beauftragt.

Prälat Dr. Marc Witzenbacher spricht zu den Diakoninnen und Diakonen und der Gemeinde in der Kirche im Quadrat, Lörrach
Im Anschluss hatten die 12 Diakoninnen und Diakone Vanessa Beck, Hans-Christian Benner, Joëlle Böttcher, Nicole Faller, Nils Latschinske, Amy Lindenmeyer, Hannah Mautner, Frieder Rühle, Jana Schell, Mareke Tschan, Luisa Walz und Paul Wendel die Möglichkeit bei einem Empfang die Glückwünsche der Gemeinde, Familie und Freunde entgegenzunehmen.
Zu Beginn des Gottesdienstes zogen die Diakoninnen und Diakone zusammen mit den Vertretern der Landeskirche bei Posaunenspiel der Bezirksbläser in die Kirche ein. Die Dekanin des Kirchenbezirks Markgräflerland, Esther Philipps, begrüßte die Festgemeinde und wünschte den Diakoninnen und Diakonen, dass sie spüren: „Gottes Segen strömt, wo Menschen ihr „JA“ sagen.“
Die Diakoninnen und Diakone stellten sich der Gemeinde in einer Videobotschaft vor. „Weil es mir wichtig ist, Menschen zu begleiten auf dem Weg zu Gott“, begründete eine junge Frau ihre Entscheidung, Diakonin zu werden. Zur Ausbildungserfahrung erwähnte eine andere Diakonin, sie würde ihre Kollegen und Kolleginnen, mit denen sie in ihrer Ausbildung zusammengearbeitet habe, jetzt schon vermissen. Ein weiterer Diakon erklärte, dass er sich riesig darauf freue, mit Kolleginnen und Kollegen und Ehrenamtlichen das kirchliche Leben zu gestalten.
Prälat Dr. Marc Witzenbacher predigte zum Text aus Offenbarung 1: „Gerade, als Johannes denkt, es geht nicht mehr weiter, da sieht er den Menschensohn. Wo er sich verloren glaubt, findet Gott ihn neu. Aus diesen Worten erschließt sich für mich das Motto des heutigen Gottesdienstes „Ermächtigt“. Christus verleiht keine Macht über Menschen, sondern Kraft für Menschen. Die Kraft zeigt sich in Sanftheit, nicht in Dominanz, eine Kraft, die hält und ermutigt.“
Im Anschluss an die Predigt traten die 12 Diakoninnen und Diakone mit ihren Segensassistentinnen und -assistenten nacheinander zum Altar hinauf, um von Prälat Witzenbacher für ihre neue Aufgabe gesegnet zu werden. Dieser beauftragte sie mit den Worten: „Christus spricht, fürchte dich nicht, ich bin der Erste, der Letzte und der Lebendige. Christus gebe dir Kraft, Trost und Zuversicht. Er schenke dir Glaube, der tief ist, Hoffnung die fest ist, und Liebe, die groß ist. Gott schütze und begleite dich bei Allem, was du tust. So segne dich Gott, der Barmherzige, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.“ Vom landeskirchlichen Beauftragten Wejwer erhielten sie ihre Berufungsurkunde.
Zuletzt sprach auch Sabine Ningel, Vizepräsidentin der Landessynode, ihren Gruß an die frisch entsandten Diakoninnen und Diakone aus: „Im Namen der Landeskirche möchte ich Ihnen danken, dass Sie bereit sind, diese Aufgabe zu übernehmen. Ich möchte Ihnen den Zuspruch, den Paulus für seine Verkündigung erhalten hat mit auf Ihren Weg gegeben: "Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht! Denn ich bin mit dir und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden." Gott schenke Ihnen allen viel Freude, Kraft und Zuversicht für Ihre Aufgabe!“
Bezirkskirchenrätin Dorothea Schaupp berichtete begeistert von der Beauftragung, welche erstmals in der renovierten Kirche im Quadrat in Lörrach gefeiert wurde: „Erstens freue ich mich sehr, dass dieser Gottesdienst bei uns stattgefunden hat, da wir von den 12 Diakoninnen und Diakonen zwei schon bei uns im Kirchenbezirk im Einsatz haben und ich bin außerdem sehr froh, dass unsere Landeskirche so viele junge Leute für diesen Dienst beauftragen konnte. Ich denke, dass die Arbeit der Diakoninnen und Diakone gerade in Umbruchzeiten und bei neuen Strukturen ganz besonders wertvoll und wichtig ist.“
Diakonin Joëlle Böttcher ergänzte: „Der Gottesdienst war sehr feierlich und geistlich. Ich fühle mich nun ermächtigt, für Gottesdienst, Gemeindeleitung und Teamleitung Verantwortung zu übernehmen - gestärkt durch den Segen der Landeskirche, die Unterstützung der Gemeindemitglieder und meine Wegbegleiter während der Ausbildung. Mein Ziel ist es, Strukturprozesse zu begleiten, den Bereich Jugendarbeit neu aufzustellen - da es viel Wandel gibt und Jugendliche nicht mehr so erreichbar sind wie früher - sowie den Kooperationsraum zu stärken. Ich arbeite mit Konfirmandinnen und Konfirmanden, also meine Aufgabe ist die Begleitung der Jugendlichen bei der Entwicklung des Glaubens und der Entscheidung „JA“ zu ihrem Glauben zu sagen.“
Nicole Faller war aus dem ev. Kirchenbezirk Baden-Baden und Rastatt für ihre Beauftragung angereist und erzählte: „Der Gottesdienst war sehr kurzweilig für mich. Ich bin schon seit ein paar Jahren im kirchlichen Dienst und wurde heute für die Gemeindearbeit beauftragt. Ich bin in der Seniorenarbeit tätig und sehr dankbar, dass mich meine Gemeinde so gut aufgenommen hat. Ich bin gesegnet mit meiner Gemeinde, da heute zwei meiner Kirchengemeinderätinnen da sind und unsere Sekretärin – sie haben mich hier überrascht und ich fühle mich sehr geehrt.“
Frieder Rühle (Kooperationsraum Dreiland) und Joëlle Böttcher (Rheinfelden) werden im Kirchenbezirk Markgräflerland eingesetzt. Das Dekanat Markgräflerland und die Landeskirche Baden wünschen den neuen Diakoninnen und Diakonen Gottes Segen für ein erfülltes Berufsleben mit viel Freude bei der Arbeit!

Diakoninnen und Diakone nach ihrer Beauftragung mit Urkunde in der Kirche im Quadrat, Lörrach. Im Hintergrund stehen Joost Wejwer (links) und Dr. Marc Witzenbacher (rechts)

